Steuertipp der Woche

Private Veräußerungsgeschäfte
Berechnung der Zehnjahresfrist bei Grundstücken

Wenn jemand ein Grundstück innerhalb von zehn Jahren kauft und wieder verkauft, muss er den Veräußerungsgewinn gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG versteuern. Die Frist von zehn Jahren gilt für unbebaute und bebaute Grundstücke, Wohnungseigentum und für grundstücksgleiche Rechte, wie z.B. Erbbaurechte, Mineralgewinnungsrechte. Die Berechnung der Zehnjahresfrist richtet sich nach dem Datum des notariellen Vertrags. Es

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Steuertipp Archiv

Kirchensteuer auf Kapitalerträge

Kein Sonderausgabenabzug für einbehaltene Kirchensteuer

Gezahlte Kirchensteuer ist als Sonderausgabe abzugsfähig. Das gilt allerdings nicht für die Kirchensteuer, die als Zuschlag zur Kapitalertragsteuer gezahlt wurde oder als Zuschlag zur Einkommensteuer, die nach dem gesonderten Tarif des § 32d Abs. 1 EStG (Abgeltungsteuer) ermittelt wurde (Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 16.11.2016, Az. 15 K 1640/16 E). Nach § 51a Abs. 2b bis 2e EStG wird die Kirchensteuer als

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Neues ELSTER-Portal

Finanzverwaltung ist lernfähig

Die Steuerbehörden wollen Musterschüler in Sachen E-Government werden. So durfte sich in diesem Jahr in NRW, Rheinland-Pfalz und Bayern jeder Steuerzahler, der seine Einkommensteuererklärung 2016 elektronisch über ELSTER an das Finanzamt sendet, mit der Abgabe bis zum 31.7.2017 Zeit lassen. Dieses Verfahren ist moderner und einfacher. Zudem entfällt jede Menge Papierkrieg. Bestnoten gab es dafür bisher

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Handwerkerleistung

Steuerermäßigung im Zusammenhang mit einem Schadensgutachten

Handwerkliche Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Haushalt des Betroffenen erbracht werden, sind nach § 35a Abs. 3 EStG begünstigt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um regelmäßige Renovierungsarbeiten oder kleine Ausbesserungsarbeiten handelt, die üblicherweise durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden, oder um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Regelfall nur von Fachkräften

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Außergewöhnliche Belastung

Ermittlung der zumutbaren Belastung

Der Abzug von außergewöhnlichen Belastungen ist nach § 33 Abs. 1 und 3 EStG nur möglich, wenn der Steuerpflichtige mit überdurchschnittlich hohen Aufwendungen belastet ist. Aufwendungen sind daher nur abziehbar, soweit sie die zumutbare Belastung übersteigen. Der BFH hat abweichend von der bisherigen Praxis entschieden, dass die zumutbare Belastung, die gemäß § 33 Abs. 3 Satz 1 EStG bei der

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Alt-Fondsanteile

Steuerfreiheit fällt Ende 2017 weg

Bei der Einführung der Abgeltungsteuer zum 1.1.2009 wurden die Besteuerungstatbestände ausgeweitet. Für Wertsteigerungen von Investmentanteilen, die vor dem 1.1.2009 erworben wurden, wurde ein unbefristeter Bestandsschutz eingeführt. Das heißt, dass beim Verkauf dieser Alt-Fondsanteile für Wertsteigerungen niemals eine Steuer fällig werden sollte. Dieser Bestandsschutz wird nunmehr im „Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung“ (InvStG) beseitigt. Die grundlegenden

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Finanzierungskosten

Übernahme durch einen Ehegatten für das Grundstück des anderen Ehegatten

Die Übernahme von Finanzierungskosten durch den Ehemann für ein im Alleineigentum der Ehefrau stehendes und von beiden Ehegatten bewohntes Grundstück führt nicht zu unentgeltlichen Zuwendungen im Sinne von § 278 Abs. 2 AO (Finanzgericht Münster, Urteil vom 29.3.2017, Az. 7 K 2304/14 AO). Beispiel: Die Klägerin bewohnt zusammen mit Ehemann und Kindern ein Einfamilienhaus, das ursprünglich beiden Ehegatten je

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Doppelte Haushaltsführung

Aufwendungen für die Wohnungseinrichtung und den Hausrat

Notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen, sind als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG). Zu den notwendigen Mehraufwendungen, die als Werbungskosten zu berücksichtigen sind, zählen insbesondere zeitlich befristete Verpflegungsmehraufwendungen, eine wöchentliche Familienheimfahrt, Kosten für die Unterkunft am Beschäftigungsort (bis maximal 1.000 € pro Monat) sowie sonstige notwendige Mehraufwendungen. Zu den

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Monatsfahrkarte

Steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer die Fahrtkosten für eine Geschäftsreise steuerfrei erstatten. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer dafür eine Monatsfahrkarte einsetzt, die er privat erworben hat. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer die Kosten des Monatstickets ganz oder teilweise steuerfrei erstatten, wenn er dabei den Wert der ersparten Einzeltickets zugrunde legt, die im Gültigkeitszeitraum

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Einzelveranlagung von Ehegatten

Verteilung von haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen

Die Steuerermäßigung durch haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG wird bei der Einzelveranlagung von Ehegatten bzw. Lebenspartnern nur demjenigen zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat (§ 26a Abs. 2 Satz 1 EStG). Auf übereinstimmenden Antrag der Ehegatten werden sie aber jeweils zur Hälfte abgezogen (§ 26a Abs. 2 Satz 2 EStG). Für den Antrag auf hälftige Berücksichtigung sind Angaben

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Einkommensteuererklärung 2016

Verlängerung der Abgabefrist bei elektronischer Abgabe

Nach den Mitteilungen des Finanzministers von Nordrhein-Westfalen vom 30.3.2017, des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen vom 10.4.2017 und des Landesamts für Steuern Rheinland-Pfalz vom 28.3.2017 ist in diesen Bundesländern die Abgabefrist für Einkommensteuererklärungen 2016 bei Registrierung im Internet verlängert worden. Für die Steuerpflichtigen in diesen Ländern, die ihre Einkommensteuererklärung 2016 elektronisch übermitteln, gilt dann – eben

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