Steuertipp der Woche

Doppelte Haushaltsführung
Aufwendungen für die Wohnungseinrichtung und den Hausrat

Notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung entstehen, sind als Werbungskosten abziehbar (§ 9 Abs. 1 Nr. 5 EStG). Zu den notwendigen Mehraufwendungen, die als Werbungskosten zu berücksichtigen sind, zählen insbesondere zeitlich befristete Verpflegungsmehraufwendungen, eine wöchentliche Familienheimfahrt, Kosten für die Unterkunft am Beschäftigungsort (bis maximal 1.000 € pro Monat) sowie sonstige notwendige Mehraufwendungen. Zu den

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Steuertipp Archiv

Monatsfahrkarte

Steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer die Fahrtkosten für eine Geschäftsreise steuerfrei erstatten. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer dafür eine Monatsfahrkarte einsetzt, die er privat erworben hat. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer die Kosten des Monatstickets ganz oder teilweise steuerfrei erstatten, wenn er dabei den Wert der ersparten Einzeltickets zugrunde legt, die im Gültigkeitszeitraum

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Einzelveranlagung von Ehegatten

Verteilung von haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen

Die Steuerermäßigung durch haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen nach § 35a EStG wird bei der Einzelveranlagung von Ehegatten bzw. Lebenspartnern nur demjenigen zugerechnet, der die Aufwendungen wirtschaftlich getragen hat (§ 26a Abs. 2 Satz 1 EStG). Auf übereinstimmenden Antrag der Ehegatten werden sie aber jeweils zur Hälfte abgezogen (§ 26a Abs. 2 Satz 2 EStG). Für den Antrag auf hälftige Berücksichtigung sind Angaben

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Einkommensteuererklärung 2016

Verlängerung der Abgabefrist bei elektronischer Abgabe

Nach den Mitteilungen des Finanzministers von Nordrhein-Westfalen vom 30.3.2017, des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen vom 10.4.2017 und des Landesamts für Steuern Rheinland-Pfalz vom 28.3.2017 ist in diesen Bundesländern die Abgabefrist für Einkommensteuererklärungen 2016 bei Registrierung im Internet verlängert worden. Für die Steuerpflichtigen in diesen Ländern, die ihre Einkommensteuererklärung 2016 elektronisch übermitteln, gilt dann – eben

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Unterhaltsleistungen

Berechnung der Opfergrenze beim Abzug als außergewöhnliche Belastung

Unterhaltsleistungen können nach § 33a Abs. 1 Satz 1 EStG nur abgezogen werden, wenn der Empfänger gesetzlich unterhaltsberechtigt ist. Die gesetzliche Unterhaltsberechtigung richtet sich nach dem Zivilrecht sowie der Unterhaltsbedürftigkeit (BFH, Urteil vom 28.3.2012, Az. VI R 31/11). Nach § 33a Abs. 1 EStG sind nur Unterhaltszahlungen an Personen begünstigt, gegenüber denen der Steuerpflichtige oder sein Ehegatte gesetzlich unterhaltsverpflichtet sind. Die Einkommensteuer

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Mahlzeiten

Gestellung durch den Arbeitgeber

Bei der Besteuerung von unentgeltlichen Mahlzeiten durch den Arbeitgeber ist danach zu unterscheiden, ob der Arbeitgeber die Mahlzeiten unentgeltlich oder teilentgeltlich anlässlich und während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes (also nicht während einer auswärtigen Tätigkeit) oder im Rahmen einer geschäftlichen Bewirtung, die nicht während einer auswärtigen Tätigkeit erfolgt (R 8.1. Abs. 8 Nr. 1 LStR) oder während einer auswärtigen Tätigkeit

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Grunderwerbsteuer

Wann die Kosten für die Bebauung eines Grundstücks bei der Berechnung einzubeziehen sind

Grundsätzlich wird die Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines unbebauten Grundstücks nur vom Kaufpreis für den Grund und Boden berechnet. Die Kosten für die Bebauung werden nicht einbezogen, wenn die Bebauung unabhängig vom Erwerb erfolgt. Nach der Rechtsprechung des BFH werden die Baukosten bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer jedoch dann eingezogen, wenn der Erwerb des unbebauten Grundstücks

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Häusliches Arbeitszimmer

Nutzung durch mehrere Personen

Nutzen mehrere Personen ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 € personenbezogen anzuwenden, sodass jeder Nutzer seine Aufwendungen bis zur Obergrenze einkünftemindernd geltend machen kann. Damit hat der BFH seine bisherige Rechtsprechung zugunsten der Betroffenen geändert (Urteile vom 15.12.2016, Az. VI R 53/12 und Az. VI R 86/13). Der BFH ist bisher von einem objektbezogenen Abzug der Aufwendungen

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Firmen-Pkw

Zuzahlungen des Arbeitnehmers für einen Firmenwagen bei Anwendung der 1%-Methode

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Firmen-Pkw, den er auch für private Fahrten nutzen darf, muss dieser den geldwerten Vorteil als Arbeitslohn versteuern. Die private Nutzung kann pauschal oder nach den tatsächlichen Kosten ermittelt werden. Nutzungsentgelte, die der Arbeitnehmer zahlt, werden lohnsteuerlich auf den privaten Nutzungswert angerechnet. Im Gegensatz dazu lehnte es die Finanzverwaltung bisher

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Steuerbescheid

Änderungen wegen irriger Sachverhaltsbeurteilung

Eine Änderung des Bescheids ist auch dann möglich, wenn das Finanzamt bei Erlass des ursprünglichen Bescheids wissentlich (aus Vereinfachungsgründen) fehlerhaft gehandelt hat (BFH, Urteil vom 25.10.2016, Az. X R 31/14). Das BFH-Urteil befasst sich mit der Frage, ob bei einer zunächst bewusst falschen rechtlichen Beurteilung eine Korrektur wegen irriger Sachverhaltsbeurteilung nach § 174 Abs. 4

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Immobilienkauf

Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf Grund und Boden

Wird beim Erwerb einer Immobilie ein Gesamtkaufpreis vereinbart, muss die Bemessungsgrundlage für die Absetzung für Abnutzung ermittelt werden. Dafür ist es erforderlich, den Wert des Bodens und des Gebäudes gesondert zu ermitteln. Die Anschaffungskosten sind nach dem Verhältnis der beiden Wertanteile in Anschaffungskosten für den Grund- und Bodenanteil sowie den Gebäudeanteil aufzuteilen. Für die Schätzung

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