ELSTER:

Online-Steuererklärungen werden populärer

Die Finanzämter vermelden es als erfreuliche Tendenz, dass immer mehr Bürger ihre Steuererklärung elektronisch abgeben. Inzwischen nutzt jeder Dritte das Programm ELSTER. In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der papierlosen Steuererklärungen von rund 20 auf gut 30% angestiegen. Die elektronische Steuererklärung bietet……

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Die Finanzämter vermelden es als erfreuliche Tendenz, dass immer mehr Bürger ihre Steuererklärung elektronisch abgeben. Inzwischen nutzt jeder Dritte das Programm ELSTER. In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der papierlosen Steuererklärungen von rund 20 auf gut 30% angestiegen. Die elektronische Steuererklärung bietet nach Angaben des Fiskus viele Vorteile.

Tipp: Wer seine Steuererklärung mit ELSTER elektronisch abgibt, kann mit einer schnelleren Steuererstattung rechnen, Übertragungsfehler werden vermieden und die Bearbeitungszeiten verkürzt. Zudem prüft das Programm die eingegebenen Daten auf Plausibilität und vermeidet so Eingabefehler. Bis auf die gesetzlich geforderten Unterlagen müssen Belege und Bescheinigungen beim Finanzamt nur auf Anforderung vorgelegt werden. Zudem ist die Software ELSTER bei allen Finanzämtern kostenlos erhältlich oder kann im Internet heruntergeladen werden.

Die Wahl, ob die Steuererklärung persönlich beim Finanzamt abgegeben oder per Post oder Internet geschickt wird, steht jedem weiterhin frei, sofern er lediglich private Einkünfte wie Lohn, Rente oder Mieten aufweist. Bei der elektronischen Steuererklärung sind schriftlich lediglich ein vereinfachtes Formular nebst einigen Belegen etwa für Spenden oder Kapitalertragsteuer nachzusenden. Hierbei handelt es sich allerdings nur um ein kostenloses Ausfüllprogramm der Finanzverwaltung ohne steuerfachliche Hilfen. Immerhin berechnet ELSTER die fällige Steuerschuld oder Erstattung anhand der gemachten Eingaben. Daher nutzen immer mehr Bürger die Chance, ihre Einkommensteuererklärung elektronisch ans Finanzamt zu schicken und dabei einige offensichtliche Ausfüllfehler zu verhindern.

Auch die auf dem Markt erhältlichen gängigen kostenpflichtigen Einkommensteuerprogramme nutzen die elektronische Steuererklärung, sodass hier ein zusätzliches Herunterladen einer Software nicht nötig ist. Diese PC-Angebote haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie Hilfestellungen und Tipps zum Steuersparen geben. Jedoch sind sie nicht kostenlos erhältlich.

Alle deutschen Finanzämter zwischen Kiel und Passau arbeiten inzwischen mit einem elektronischen Risikomanagementsystem (RMS). Das System funktioniert wie ein Filter, der alle Steuerfälle scannt. Das lässt sich besonders effektiv nutzen, wenn die Steuerdaten auf dem EDV-Weg übermittelt werden. Dabei bleiben Arbeitnehmer ohne Nebeneinkünfte und nennenswerte Werbungskosten fast immer ungeprüft. Werden hingegen üppige Werbungskosten oder vom Vermieter hoher Erhaltungsaufwand geltend gemacht, wird der Fall von RSM ausgeworfen und die Sachbearbeiter nehmen sich der Erklärung an.

Tipp: Über www.elsteronline.de gibt es über eine Registrierung auch ein persönliches elektronisches Zertifikat. Dieses ersetzt die Unterschrift, sodass die zusätzliche Übersendung einer komprimierten Steuererklärung entfällt, sofern die nur für Unterschriftszwecke benötigt wird.

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21. März 2014