Weitere TippsKeine Ausnahmen beim Zinskostenabzug ab 2009

Werbungskosten-Abzugsverbot

Keine Ausnahmen beim Zinskostenabzug ab 2009

Seit dem 1.1.2009 können bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen keine Werbungskosten und somit auch keine Zinsaufwendungen mehr abgezogen werden. Ein (nachträglicher) Abzug der Zinsaufwendungen ist auch dann nicht mehr möglich, wenn das Darlehen vor dem 1.1.2009 aufgenommen worden ist (BFH-Urteil vom 1.7.2014, Az. VIII R 53/12). Mit der Einführung der Abgeltungsteuer in Höhe von

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Einzelveranlagung

Änderungen bei der Aufteilung von Frei- und Pauschbeträgen

Für die Jahre ab 2013 haben Ehegatten nur noch die Wahl zwischen Zusammenveranlagung und Einzelveranlagung (§ 26 EStG). Wählt ein Ehegatte die Einzelveranlagung, muss für jeden Ehegatten eine Einzelveranlagung durchgeführt werden, auch wenn sich jeweils eine Steuerschuld von 0 € ergeben sollte (§ 26a EStG). Bei der Einzelveranlagung sind jedem Ehegatten die Einkünfte zuzurechnen, die von ihm bezogen

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Doppelte Haushaltsführung

Wie weit darf die Zweitwohnung vom Beschäftigungsort entfernt sein?

Die Voraussetzungen für eine doppelte Haushaltsführung liegen vor, wenn der Arbeitnehmer eine Hauptwohnung am Wohnort hat, die sein Lebensmittelpunkt ist, und eine Zweitwohnung am Tätigkeitsort hat, von der aus er seiner Tätigkeit nachgeht. Das BMF verlangt, dass die Entfernung „der Zweitwohnung zur ersten Tätigkeitsstätte“ weniger als die Hälfte der Strecke „zwischen erster Tätigkeitsstätte und Hauptwohnung“ beträgt. Beispiel:

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Scheidungskosten

Aufwendungen, die nach wie vor als außergewöhnliche Belastung absetzbar sind

Aufwendungen für einen Rechtsstreit (= Prozesskosten) sind vom Abzug als außergewöhnliche Belastung ausgeschlossen (§ 33 Abs. 2 Satz 4 EStG). Ausnahme: Es handelt sich um Aufwendungen, ohne die der Betroffene Gefahr läuft, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass unmittelbare Kosten der

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Werbungskostenabzug

Herstellungskosten oder Erhaltungsaufwand?

Aufwendungen für eine Immobilie, die keine Herstellungskosten sind, können steuerlich sofort als Werbungskosten geltend gemacht werden. Was Herstellungskosten sind, ergibt sich aus § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht nur für das Handelsrecht, sondern auch für das Steuerrecht. Danach sind Aufwendungen als Herstellungskosten zu erfassen, wenn die Aufwendungen dazu dienen, ein Gebäude zu errichten, zu erweitern (eine

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Sonderausgaben

Welche Aufwendungen sind „unbegrenzt“ abzugsfähig?

Die sogenannten „unbegrenzt“ abziehbaren Sonderausgaben sind teilweise im Abzug eingeschränkt. Die Bezeichnung erfolgt lediglich zur Abgrenzung von abziehbaren Versicherungen (Vorsorgeaufwendungen), die in ihrer Summe nur im Rahmen von Höchstbeträgen beschränkt abziehbar sind. Zu den unbegrenzt abziehbaren Sonderausgaben gehören: Unterhaltsleistungen an den dauernd getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten bis zu 13.805 € pro Jahr. Voraussetzung ist, dass

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Rabatt des Arbeitgebers

Arbeitnehmer müssen nicht alle Rabatte versteuern

Werden beim Abschluss von Versicherungsverträgen Rabatte eingeräumt, die sowohl Arbeitnehmern von Geschäftspartnern als auch einem weiteren Personenkreis (Angehörige der gesamten Versicherungsbranche und Arbeitnehmern weiterer Unternehmen) erhalten, liegt kein Arbeitslohn vor (BFH-Urteil vom 10.4.2014, Az. VI R 62/11). Beispiel: Die Arbeitnehmer einer Versicherungsgesellschaft erhielten die Produkte zweier anderer Versicherungsunternehmen zu verbilligten Tarifen. Es bestanden keinerlei Vereinbarungen oder

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Kauf eines Neufahrzeugs

Wo ist die Umsatzsteuer zu zahlen?

Für neue Fahrzeuge ist die Umsatzsteuer immer in dem EU-Land zu zahlen, in dem das Fahrzeug genutzt (zugelassen) wird. Diese Regelung gilt nicht nur für Unternehmer, sondern auch für Privatpersonen. Beim Verkauf und Kauf neuer Pkw müssen also auch Privatpersonen Umsatzsteuer zahlen (= Umsatzsteuer auf den innergemeinschaftlichen Erwerb). Damit die Besteuerung innerhalb der EU sichergestellt

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Steuererstattung:

Schneller bei früher und elektronischer Erklärungsabgabe

Wer seine Steuererstattung schnell auf dem Konto haben will, muss die Erklärung früh und elektronisch abgeben. Das ergibt sich aus einer aktuellen Mitteilung der Oberfinanzdirektion (OFD) Karlsruhe. Eine frühzeitige Abgabe der Steuererklärung zahlt sich aus. Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung endet zwar erst am 31.5. Der Erklärungseingang bei den Finanzämtern nimmt jedoch von Jahresanfang

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Offene Steuerfälle (1): (kostenlos)

Viele nur vorläufige Einkommensteuerbescheide vom Fiskus

Die Gesetzeslage im Steuerrecht ist in vielen Punkten umstritten. Das überrascht Steuerzahler wohl kaum noch. Aus diesem Grund setzen die Finanzämter immer weniger Steuerbescheide endgültig fest. Nach dem Erlass des Bundesministerium für Finanzen (BMF) vom 15.7.2013 (Az. IV A 3 – S 0338/07/10010) sind es derzeit eine Reihe von verschiedenen Punkten – von Kinderfreibeträgen über Versicherungsbeiträge

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