Firmenwagen: Listenpreis, der bei der Ermittlung der Privatnutzung zugrunde zu legen ist

Für jeden Kalendermonat, in dem der Arbeitnehmer einen Firmenwagen privat nutzen darf, kann der Nutzungswert pauschal mit 1% vom inländischen Listenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattung einschließlich Umsatzsteuer angesetzt werden. Auch bei reimportierten Kraftfahrzeugen ist der inländische Listenpreis des Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt seiner Erstzulassung maßgebend.

Sonderausstattung, die in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen ist, liegt jedoch nur vor, wenn das betriebliche Kraftfahrzeug bereits werkseitig im Zeitpunkt der Erstzulassung damit ausgestattet ist, wie z.B. ein werkseitig eingebautes Navigationsgerät. Nachträglich eingebaute unselbstständige Ausstattungsmerkmale sind durch den pauschalen Nutzungswert abgegolten und können nicht getrennt bewertet werden.

Aktuelle Steuertipps für Arbeitnehmer finden Interessenten im monatlichen Informationsdienst „Steuerzahler-Tip“. Ein kostenloses Probe-Abo finden Sie hier: https://www.vsrw.de/126-steuerzahler-tip-online-probeabo.html

Für den pauschalen Nutzungswert ist auch bei reimportierten Kraftfahrzeugen der inländische Listenpreis des Kraftfahrzeugs im Zeitpunkt seiner Erstzulassung maßgebend. Soweit das reimportierte Kraftfahrzeug mit zusätzlichen Sonderausstattungen versehen ist, die sich im inländischen Listenpreis nicht niedergeschlagen haben, ist der Wert der Sonderausstattung zusätzlich zu berücksichtigen. Soweit das reimportierte Kraftfahrzeug geringerwertiger ausgestattet ist, lässt sich der Wert der „Minderausstattung“ durch einen Vergleich mit einem adäquaten inländischen Kraftfahrzeug angemessen berücksichtigen. Der Listenpreis für ein Importfahrzeug, für das kein inländischer Listenpreis ermittelbar ist, kann auf der Grundlage verschiedener inländischer Endverkaufspreise freier Importeure geschätzt werden.