Steuertipp der WocheEinspruch gegen Steuerbescheid häufig erfolgreich

Einspruchsentscheidungen

Einspruch gegen Steuerbescheid häufig erfolgreich

Das BMF hat die Statistik über die Einspruchsbearbeitung in 2016 veröffentlicht (BMF-Meldung vom 19.10.2017). In 2016 gingen 3.322.249 neue Einsprüche bei den Finanzämtern ein. Aus 2015 waren noch 2.551.162 Einsprüche unerledigt. 3.428.875 Einsprüche wurden im vergangenen Jahr erledigt, und zwar wie folgt: 63,5% durch Abhilfe, 22,5% durch Rücknahme, 13,2% durch Einspruchsentscheidung, 0,5% durch Teil-Einspruchsentscheidung, 0,4% auf andere

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Außergewöhnliche Belastung

Wann Zivilprozesskosten steuerlich abziehbar sind

Aufwendungen für einen Rechtsstreit (= Prozesskosten) sind vom Abzug als außergewöhnliche Belastung ausgeschlossen (§ 33 Abs. 2 Satz 4 EStG). Ausnahme: Es handelt sich um Aufwendungen, ohne die der Betroffene Gefahr läuft, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bedürfnisse in dem üblichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu können. Diese Rechtauffassung hat der BFH in seinem Urteil vom

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Geschäftsreisen

Berechnung der Dreimonatsfrist beim Abzug von Verpflegungskosten

Bei Geschäftsreisen werden die Verpflegungspauschalen für eine zusammenhängende Tätigkeit am selben Einsatzort maximal für die Dauer von drei Monaten gewährt (§ 9 Abs. 4a EStG). Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche Regelung, die zwingend einzuhalten ist. Der Beginn einer Frist ist in § 187 BGB geregelt. Ist für den Anfang einer Frist ein Ereignis

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Spenden

Modernisierung beim Spendennachweis

Nach dem BMF-Schreiben vom 6.2.2017 (Az. IV C 4 – S 2223/07/0012) erfordert die fortschreitende Technisierung und Digitalisierung aller Lebensbereiche auch eine Modernisierung der Abläufe des bestehenden Verfahrens zum Nachweis von Spenden. Das BMF stellt es gemeinnützigen Organisationen frei, wie sie künftig ihre Zuwendungsbestätigungen übermitteln wollen. Zu der Übermittlung mit Brief, die nach wie vor möglich

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Sachbezüge für Arbeitnehmer

Auswirkungen der Versandkosten auf die 44-€-Grenze

Sachzuwendungen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer sind nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG steuerfrei. Wird der Betrag von 44 € überschritten, haftet der Arbeitgeber für die Lohnsteuer, die auf die Sachzuwendungen an seine Arbeitnehmer entfällt. Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat bei der Ermittlung des Grenzwerts von 44 € auch die Versand- und Verpackungskosten einbezogen (Urteil vom 8.4.2016, Az. 10 K 2128/14).

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Steuerbescheid

Änderungen wegen irriger Sachverhaltsbeurteilung

Eine Änderung des Bescheids ist auch dann möglich, wenn das Finanzamt bei Erlass des ursprünglichen Bescheids wissentlich (aus Vereinfachungsgründen) fehlerhaft gehandelt hat (BFH, Urteil vom 25.10.2016, Az. X R 31/14). Das BFH-Urteil befasst sich mit der Frage, ob bei einer zunächst bewusst falschen rechtlichen Beurteilung eine Korrektur wegen irriger Sachverhaltsbeurteilung nach § 174 Abs. 4

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Immobilienkauf

Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf Grund und Boden

Wird beim Erwerb einer Immobilie ein Gesamtkaufpreis vereinbart, muss die Bemessungsgrundlage für die Absetzung für Abnutzung ermittelt werden. Dafür ist es erforderlich, den Wert des Bodens und des Gebäudes gesondert zu ermitteln. Die Anschaffungskosten sind nach dem Verhältnis der beiden Wertanteile in Anschaffungskosten für den Grund- und Bodenanteil sowie den Gebäudeanteil aufzuteilen. Für die Schätzung

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Elektrofahrzeuge

Steuerliche Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr

Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr vom 7.11.2016 sind Vorteile, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer für ein Elektrofahrzeug oder ein Hybridelektrofahrzeug in seinem Betrieb gewährt, gemäß § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei. Nach dem BMF-Schreiben vom 14.12.2016 (Az. IV C 5 – S 2334/14/10002-03) ist Folgendes zu beachten: Die Vorteile durch das Aufladen eines

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Doppelte Haushaltsführung

Zusammenleben berufstätiger Eheleute am Beschäftigungsort

Eine doppelte Haushaltsführung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer außerhalb des Orts, in dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 2 EStG). Es liegt keine doppelte Haushaltsführung vor, wenn der Beschäftigungsort der Lebensmittelpunkt ist. Bei Eheleuten kann auch dann eine doppelte Haushaltsführung vorliegen, wenn beide Ehegatten

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Lohnsteuerabzug 2017

Abhängigkeit von der Wahl der Steuerklasse

Eingetragene Lebenspartner und verheiratete Arbeitnehmer, die nicht dauernd getrennt leben, können zwischen den Steuerklassenkombinationen III/V bzw. IV/IV wählen. Die Steuerklassenkombination III/V ist so gestaltet, dass die Summe der Steuerabzugsbeträge beider Ehegatten oder Lebenspartner in etwa der zu erwartenden Jahressteuer entspricht, wenn der in Steuerklasse III eingestufte Ehegatte oder Lebenspartner ca. 60% (oder mehr) und der in Steuerklasse V eingestufte

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